Reisebericht der Reise auf dem Doubs im Juni/Juli 2007
02/08/2007/08:58
Ein ausführlicher Bericht von Bernd Hoppe über eine verregnete, aber wunderschönen Reise auf dem Doubs / Canal du Rhône au Rhin
Während der neunziger Jahre bin ich einige Male mit dem Auto am Doubs entlang gefahren und fand es immer schade keine Zeit für die wunderschöne Landschaft und den Fluss zu haben. Damals hatte ich noch keine Ahnung, dass ich eines Tages ein begeisterter Paddler sein würde. Ich stellte mir Wanderungen oder ausgedehnte Radtouren in der angenehmen Landschaft vor.
Nun war es 2007 soweit; eine Tour für eine Gruppe von sechs Paddlern war zu planen. Nachdem die Etappen festgelegt waren, die Campingplätze auf der Strecke recherchiert waren und die Fahrkarten für Hin- und Rückfahrt gebucht waren, stellte sich augrund einer weiteren Internetrecherche heraus, dass der Doubs für "nicht-motorbetriebene Boote" gesperrt ist.
Der Doubs ist ein Teil des "Canal du Rhône au Rhin" und durch eine Vielzahl von automatischen Schleusen reguliert. Wir nahmen Kontakt mit dem "Service Navigation" (Schifffahrtsamt) in Besancon auf. Von dort bekamen wir die Nachricht, dass wir die Reise planen können, wenn wir eine Sondergehmigung beantragen und pro Paddler den Nachweis der Haftpflichtversicherung erbringen. Das taten wir.... und bekamen einen Einweisungstermin für die Fernbedienung der 52 Schleusen auf dem Kanal im Hafen von Montbeliard beim VNF (Voies Navigables de France). Wow! Was für ein Theater im voraus - nach vielen Eskapaden auf allerlei Flüssen hatte ich eine solche Komplikation noch nicht erlebt. Also fuhren los ins verwaltete Frankreich. In Montbeliard wurden wir von freundlichen Mitarbeitern des VNF erwartet und bekamen nach gründlicher Einweisung die Fernbedienung (la telecommande) ausgehändigt. Leider sind die automatischen Schleusen gar nicht für kleine Boote ausgelegt und die Licht- und Sensorschranken reagieren nur nach längerem Verweilen. Deshalb tun sich die, ansonsten sehr freundlichen und hilfsbereiten Damen und Herren vom VNF, etwas schwer mit uns Paddlern. Nach einigem Üben und Hilfestellungen vom geduldigen Schleusendienst kamen wir dann klar mit den sperrigen Toren.
Wir sind ab Montbeliard über den Kanal in den Doubs zunächst über Colombiere-Fontaine nach L´Isle-sur-le-Doubs gefahren. Bereits auf dem ersten Abschnitt lernten wir die hilfsbereiten Leuten vom VNF näher kennen, denn die organisierten eine Übernachtungsmöglichkeit für uns nachdem wir völlig durchgeregnet an deren Schleusen ankamen und unser ursprüngliches Ziel in L´Isle-sur-le-Doubs unerreichbar wurde. Wir durften in Colombiere-Fontaine in neuen, noch nicht an eigentlich vogesehener Stelle aufgebauten Schleusenhäuschen übernachten und konnten Werkstatt und Aufenthaltsraum samt sanitären Einrichtungen des Schleusen- und Kanalteams benutzen. Super! Weiter ging es dann nach L´Isle-sur-le-Doubs wo wir eigentlich zum Campingplatz wollten, der allerdings etwa 800 m vom Knal entfernt am Doubs liegt. Nun lagen wir gleich im Ortszentum vor dem Maison du Canal direkt am Ufer. Ein Chambre d´hôtes der wunderbaren Art: Preiswert und wunderbar verspielt eingerichtet. Die Inhaber sind eine freundliche Schweizerin und ihr hilfsbereiter deutscher Ehemann: Le Schmidts! Wir hatten dort zwei wunderbare Zimmer, einen herrlichen Wintergarten und das beste Frühstück aller Zeiten. Am nächsten Tag wurden wir dann noch von den beiden begleitet. Wir paddelten ohne Gepäck. Das wurde uns zur Schleuse in Hievre-Magny gebracht, wo wir dann auch noch ein von den Schmidts organisiertes Quartier beziehen konnten. Wir fühlten uns sehr verwöhnt. dann ging es weiter nach Baumes-les Dames. Inzwischen paddelten wir weniger auf Kanlstrecken, sondern direkt auf dem Doubs.
...wird fortgesetzt
Nun war es 2007 soweit; eine Tour für eine Gruppe von sechs Paddlern war zu planen. Nachdem die Etappen festgelegt waren, die Campingplätze auf der Strecke recherchiert waren und die Fahrkarten für Hin- und Rückfahrt gebucht waren, stellte sich augrund einer weiteren Internetrecherche heraus, dass der Doubs für "nicht-motorbetriebene Boote" gesperrt ist.
Der Doubs ist ein Teil des "Canal du Rhône au Rhin" und durch eine Vielzahl von automatischen Schleusen reguliert. Wir nahmen Kontakt mit dem "Service Navigation" (Schifffahrtsamt) in Besancon auf. Von dort bekamen wir die Nachricht, dass wir die Reise planen können, wenn wir eine Sondergehmigung beantragen und pro Paddler den Nachweis der Haftpflichtversicherung erbringen. Das taten wir.... und bekamen einen Einweisungstermin für die Fernbedienung der 52 Schleusen auf dem Kanal im Hafen von Montbeliard beim VNF (Voies Navigables de France). Wow! Was für ein Theater im voraus - nach vielen Eskapaden auf allerlei Flüssen hatte ich eine solche Komplikation noch nicht erlebt. Also fuhren los ins verwaltete Frankreich. In Montbeliard wurden wir von freundlichen Mitarbeitern des VNF erwartet und bekamen nach gründlicher Einweisung die Fernbedienung (la telecommande) ausgehändigt. Leider sind die automatischen Schleusen gar nicht für kleine Boote ausgelegt und die Licht- und Sensorschranken reagieren nur nach längerem Verweilen. Deshalb tun sich die, ansonsten sehr freundlichen und hilfsbereiten Damen und Herren vom VNF, etwas schwer mit uns Paddlern. Nach einigem Üben und Hilfestellungen vom geduldigen Schleusendienst kamen wir dann klar mit den sperrigen Toren.
Wir sind ab Montbeliard über den Kanal in den Doubs zunächst über Colombiere-Fontaine nach L´Isle-sur-le-Doubs gefahren. Bereits auf dem ersten Abschnitt lernten wir die hilfsbereiten Leuten vom VNF näher kennen, denn die organisierten eine Übernachtungsmöglichkeit für uns nachdem wir völlig durchgeregnet an deren Schleusen ankamen und unser ursprüngliches Ziel in L´Isle-sur-le-Doubs unerreichbar wurde. Wir durften in Colombiere-Fontaine in neuen, noch nicht an eigentlich vogesehener Stelle aufgebauten Schleusenhäuschen übernachten und konnten Werkstatt und Aufenthaltsraum samt sanitären Einrichtungen des Schleusen- und Kanalteams benutzen. Super! Weiter ging es dann nach L´Isle-sur-le-Doubs wo wir eigentlich zum Campingplatz wollten, der allerdings etwa 800 m vom Knal entfernt am Doubs liegt. Nun lagen wir gleich im Ortszentum vor dem Maison du Canal direkt am Ufer. Ein Chambre d´hôtes der wunderbaren Art: Preiswert und wunderbar verspielt eingerichtet. Die Inhaber sind eine freundliche Schweizerin und ihr hilfsbereiter deutscher Ehemann: Le Schmidts! Wir hatten dort zwei wunderbare Zimmer, einen herrlichen Wintergarten und das beste Frühstück aller Zeiten. Am nächsten Tag wurden wir dann noch von den beiden begleitet. Wir paddelten ohne Gepäck. Das wurde uns zur Schleuse in Hievre-Magny gebracht, wo wir dann auch noch ein von den Schmidts organisiertes Quartier beziehen konnten. Wir fühlten uns sehr verwöhnt. dann ging es weiter nach Baumes-les Dames. Inzwischen paddelten wir weniger auf Kanlstrecken, sondern direkt auf dem Doubs.
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